Hauptinhalt

Bau des Großgeheges

Forstminister Frank Kupfer hat am 30. Juli 2009 gemeinsam mit zahlreichen Gästen und Medienvertretern die neue Wolfs-Großanlage nach acht Monaten Bauzeit eröffnet. Damit steht den insgesamt sechs Wölfen ein Areal von insgesamt zwei Hektar zur Verfügung. Nach der Geburt der beiden Jungtiere August und Moritz im Mai vergangenen Jahres war die alte Anlage mit gerade 0,2 Hektar viel zu eng geworden.

Die neue Wolfsanlage besteht aus drei Einzelgehegen. Diese sind jeweils durch einen 2,5 Meter hohen und 2,5 Metern tief ins Erdreich eingegrabenen Sicherheitszaun umgeben. Das war notwendig, weil die Wölfe nicht nur gut klettern können, sondern auch sehr grabfreudig sind. Außerdem ist das gesamte Areal von einer 600 Meter langen Natursteinmauer umschlossen, die zum Teil denkmalgerecht nach historischem Vorbild wiedererrichtet wurde. Im Zentrum der Anlage steht ein Holzpavillon, von dem aus die Besucher einen weiten und freien Blick haben. Auf dem Gelände befindet sich ein naturnaher Eichen-Hainbuchen-Wald in dem drei Höhlen, zwei Teiche mit Bachlauf, eine Sandgrube und mehreren Kletterfelsen integriert wurden. Damit bietet die Anlage nicht nur ein tolles Bild für den Besucher, sondern entspricht auch allen Anforderungen einer artgerechte Haltung von Wölfen.

Der Pavillon ist ein optimaler Beobachtungsplatz und dient gleichzeitig als Informationsstandort. Im Rahmen einer geplanten Ausstellung erfährt der Besucher alles Wissenswerte über den Wolf in Sachsen. Die neue Wolfsanlage ist mehr als „nur“ ein Freizeitangebot. Die Kombination von Beobachtung und Information schafft eine wichtige inhaltliche Brücke zur Wolfsregion Lausitz. Im Wildgehege Moritzburg werden so artgerechte Haltung, Natur- und Tiererlebnis sowie Umweltbildung auf sehr hohem Niveau miteinander verbunden.

Gäste vor der Wolfsanlage
Zahlreiche Gäste und Medienvertreter waren zur offiziellen Einweihung der neuen Wolfsanlage am 30. Juli 2009 gekommen. 
Forstminister Frank Kupfer spricht zu den Gästen.
Forstminister Frank Kupfer erläutert das Projekt der neuen Wolfsanlage. 
Die Ehrengäste beim Durchschneiden des grünen Bandes.
Landrat Arndt Steinbach, Forstminister Frank Kupfer, MdL Dr. Matthias Rößler und der stellv. Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sachsenforst Hartmut Biele weihen das neue Wolfsgehege offiziell ein. 
Wolf im neuen Gehege.
Die Wölfe finden in der neuen Anlage naturnahe Bedingungen vor. 
Besucher auf der Aussichtsplattform auf dem Dach des Pavillons.
Die ersten Besucher versuchen, vom Dach des Infopavillons aus die Wölfe in den drei Gehegen zu erblicken. 
Besucher im Infopavillon
Im Innenbereich des Infopavillons werden Bilder von Wölfen aus der Oberlausitz gezeigt. Zukünftig soll eine Ausstellung zum Wolf in Sachsen installiert werden. 

Als zusätzliche Sicherung wurde gewährleistet, dass Besucher und Spaziergänger nicht direkt an den Zaun der Wolfsanlage treten können. Dazu wurden in vielen Bereichen die historischen Mauern genutzt.

Rekonstruktion der historischen Mauer

Dort, wo keine Natursteinmauer vorhanden ist, wurde ein massiver Holzzaun nach historischem Vorbild errichtet. Diese Art der Umzäunung wurde auch in früheren Zeiten genutzt.

Holzzaun am Wolfsgehege
zurück zum Seitenanfang