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Nach dem Sturm – was ist zu beachten?

Aufarbeitung des Schadholzes

Geworfene und gebrochene Bäume müssen möglichst vor Beginn der Vegetationszeit aus dem Wald abtransportiert werden, um weitere Waldschäden zu vermeiden. Das liegende Holz bietet Schadinsekten optimale Bedingungen, um sich massenhaft zu vermehren und gefährdet gesunde benachbarte Bäume und Waldbestände. Insbesondere bei Fichten sind in der Vergangenheit nach Stürmen Borkenkäferschäden aufgetreten.

Geschädigte Bäume, die den Verkehr auf öffentlichen Straßen und Wegen oder in der Nähe stehende Gebäude gefährden, sind zuerst aufzuarbeiten.

Für Waldbesitzer als auch deren Helfer und Beauftragte besteht Lebensgefahr bei der Aufarbeitung von Sturmholz, da dieses häufig unter starker Spannung steht. Deshalb ist bei der Aufarbeitung von Sturmholz forstlichen Unternehmen Vorrang vor eigenen Aktivitäten einzuräumen. Die maschinelle Bearbeitung der betroffenen Waldflächen, beispielsweise mit einem Harvester, ist der motormanuellen Arbeit mit der Kettensäge unbedingt vorzuziehen.

Harvester bei der Bruchholzaufarbeitung

Waldbesitzer können sich bei ihrem Revierförster von Sachsenforst zur Bewältigung der Sturmschäden beraten lassen und gemeinsam mit ihm eine Strategie für das weitere Vorgehen entwickeln.

Holzverkauf

Für den Verkauf des Schadholzes stehen dem Waldbesitzer verschiedene Möglichkeiten offen. Neben dem direkten Verkauf an Abnehmer der Säge-, Zellstoff- oder Holzwerkstoffindustrie, kann das Holz zum Beispiel über Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) und forstliche Dienstleister vermarktet oder an sogenannte „Selbstwerber“ verkauft werden, die das Holz auch selbst aufarbeiten.

Das Holz muss bis zur Abfuhr an einer geeigneten Stelle mit Zugang für Holzabfuhrfahrzeuge gelagert werden. Falls nötig, ist die Zwischenlagerung des Holzes mit anderen Waldbesitzern oder Landwirten rechtzeitig zu vereinbaren.

Steuervergünstigung beim Verkauf von Kalamitätsholz

Waldbesitzer, deren Wald vom Windwurf betroffen ist, können die steuerliche Tarifermäßigung für Einkünfte aus außerordentlichen Nutzungen (hier Kalamitätsholz) nach § 34b Einkommenssteuergesetz in Anspruch nehmen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt des Landesamtes für Steuern und Finanzen (LSF).

Wiederbewaldung von Sturmflächen, Förderung

Das Merkblatt 23 der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft enthält viele Hinweise für Waldbesitzer zur Wiederbewaldung von Sturmflächen.

Für die Wiederbewaldung von Sturmflächen stehen Fördermittel für „Waldumbau“ und „Verjüngung in Schutzgebieten“ über die forstliche Förderrichtlinie RL WuF/2014 zur Verfügung. Ein Aufruf zum Einreichen der Förderanträge zum Stichtag  wird im Juni 2018 erscheinen.

Erhebliche flächige Schäden an geförderten Forstkulturen, die sich noch innerhalb der fünfjährigen Zweckbindungsfrist befinden, sind umgehend zu dokumentieren und innerhalb von 15 Tagen nach Bekanntwerden bei der Bewilligungsbehörde von Sachsenforst in Bautzen zu melden.

Alle notwendigen Informationen zur Förderung im Förderportal.

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