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Presse

Aktuelle Pressemitteilungen

Weiter Anspannung trotz Rückgang bei Waldschäden

Borkenkäfer gehen zur Winterruhe über/ Gegenmaßnahmen weiter erforderlich

Die Massenvermehrung von Borkenkäfern und anderen Rinde und Holz besiedelnden Schadinsekten hat sich auch 2022 in den sächsischen Wäldern fortgesetzt. Sowohl die Anzahl an Schädlingen in den Wäldern als auch die Menge an befallenen Bäumen ist weiterhin sehr hoch und bestimmt weitgehend die Arbeit der Forstleute in Sachsen. Die bislang verfolgte Strategie zeigt dennoch Wirkung: Seit 2020 gehen die Schäden trotz ungünstiger Witterungsbedingungen tendenziell zurück, jedoch in teils sehr unterschiedlicher Ausprägung in den einzelnen Regionen von Sachsen. Das weiterhin hohe Gefährdungspotenzial macht es auch in den nächsten Monaten und im kommenden Jahr erforderlich, die vorhandenen Gegenmaßnahmen weiter konsequent umzusetzen und zu verbessern. Ein erneuter Anstieg des Befalls kann aufgrund des hohen Ausgangsniveaus weitere massive Waldschäden nach sich ziehen. Zu diesen Schlussfolgerungen kommen die Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wald-Krisenstäbe in den Landkreisen und kreisfreien Städten und Sachsenforst bei einem Arbeitstreffen am Freitag (21. Oktober).

Forstbetriebsgemeinschaften werden immer wichtiger für die Schadensbewältigung

Sachsenforst setzt auf Austausch und Beratung / Moritzburger Gespräche zum Thema Wiederaufforstung auf Schadflächen

Welche Methoden eignen sich, um auf von Sturm und Borkenkäfer geschädigten Flächen die nächsten Baumarten und -generationen zu pflanzen? Welche aktuellen forstpolitischen Entwicklungen beschäftigen Waldbesitzende und andere Akteure im Wald? Und welche Rolle können dabei heute und in Zukunft Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) spielen? Diesen und anderen Fragen geht Sachsenforst mit seinen Partnern bei den »Moritzburger Gesprächen« nach, die heute (12. Oktober) in Dorfchemnitz im Osterzgebirge stattfinden. Das jährliche Dialogformat ist Teil der Aktivitäten von Sachsenforst, mit Waldbesitzenden, forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen und anderen Akteuren in einem intensiven und regelmäßigen Austausch über forstliche Aufgaben zu sein. Einen weiteren Themenschwerpunkt an diesem Tag bildet der Komplex aus Klimawandel, Biodiversität und Rohstoffproduktion in Verbindung mit den daraus hervorgehenden Herausforderungen für die Bereitstellung von Forstvermehrungsgut. Zudem wird das Programm durch eine Exkursion abgerundet, die auch den Austausch unter den Anwesenden ermöglicht.

Mountainbiking im Wald: Erholung und Herausforderung

Sachsenforst und Landestourismusverband forcieren Austausch über Chancen und Nutzungskonflikte

Die sächsischen Wälder sind nicht nur zuverlässige Rohstofflieferanten, Wasserspeicher oder Heimat für Tiere und Pflanzen, sie ziehen auch immer mehr Menschen zur Naherholung, zum Sport oder Wandern und für den Aktivurlaub an. Ein Thema, das dabei einerseits Begeisterung, andererseits aber auch mal Missfallen auslöst, ist das Mountainbiking im Wald. Auf einer Tagung in Sayda im Erzgebirge tauschten sich die Expertinnen und Experten über Möglichkeiten und Grenzen des Mountainbikings im Wald mit dem Ziel aus, Nutzungskonflikte frühzeitig zu erkennen und idealerweise zu reduzieren. Im Anschluss ging es ganz praktisch auf MTB-Exkursion im Wald auf einer Teilstrecke der BLOCKLINE, einem insgesamt 140 Kilometer langen Kurs durchs Erzgebirge.

Aufwuchs bei der Ausbildung zum Forstinspektor/-in

29 Absolventen/-innen erhalten Zeugnisse – und haben beste Berufschancen

Nicht nur Forst-Prüflinge stehen unter Stress, sondern auch der Wald. Weil das so ist und die forstlichen Aufgaben immer vielfältiger und drängender werden, wurde in Sachsen die Ausbildung zur Forstinspektorin / zum Forstinspektor forciert und ausgebaut. Erstmals schließen in diesem Jahr 29 junge Menschen (4 Frauen, 25 Männer) ihre Laufbahnausbildung im gehobenen Forstdienst bei Sachsenforst ab, im vorhergehenden Jahrgang waren es noch 20. Für diesen Zuwachs hatten sich das sächsische Umweltministerium und Sachsenforst stark gemacht, beschlossen wurde er vom Sächsischen Landtag mit dem Doppelhaushalt 2021/22. Die einjährige Ausbildung zum/r Forstinspektor/-in befähigt die forstlichen Hochschulabsolventen zur Übernahme hoheitlicher Aufgaben im gehobenen Forstdienst, unter anderem zur Übernahme der Leitung von Forstrevieren.

Stephan Schusser hat den Waldumbau im Erzgebirge geprägt

Bedeutender Forstmann aus Sachsen verabschiedet sich in den Ruhestand

Stephan Schusser hat den Waldumbau im Erzgebirge geprägt und ihm ein Gesicht gegeben. Als er 1991 das damalige Forstamt Schönheide übernahm, waren die Wälder in der Region noch fast ausnahmslos durch gleichaltrige, labile Fichten-Reinbestände geprägt, die hohe Wildschäden aufwiesen. Heute kann man zwischen Aue-Bad Schlema und Johanngeorgenstadt an der tschechischen Grenze erleben, wie erfolgreicher Waldumbau funktioniert: Mit großem Engagement und zielgerichteten Methoden hat Stephan Schusser die Entwicklung artenreicher, leistungsfähiger und vor allem widerstandsfähiger Mischwälder aus Buchen, Tannen, Fichten und vielen anderen Baumarten vorangetrieben.

Auftakt für grenzübergreifendes Walderlebnisgebiet

Deutsche und tschechische Partner unterzeichnen Absichtserklärung für Entwicklung und Umsetzung

An der deutsch-tschechischen Grenze zwischen Sebnitz und Neustadt in Sachsen soll ein neues grenzübergreifendes Walderlebnisgebiet entstehen. Dazu haben am 23. September Sachsenforst, die Städte Sebnitz, Neustadt in Sachsen und Dolní Poustevna auf tschechischer Seite sowie die Regionaldirektion Nordböhmen der tschechischen Staatsforstverwaltung Lesy České republiky im Waldgebiet Gerstenberg bei Rugiswalde eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Entwicklung, Umsetzung und Unterhaltung des Projektes unterzeichnet. Das Walderlebnisgebiet soll das touristische Angebot und die Möglichkeiten der naturnahen Aktiverholung im Umfeld der Nationalparke Sächsische und Böhmische Schweiz verbessern und ergänzen.

Umweltbildung zwischen Klima- und Lernwandel

3. Sächsisches Waldpädagogik-Forum gestartet

Zum Weltkindertag startet heute (20. September) das größte Netzwerktreffen von Waldpädagoginnen und -pädagogen in Sachsen im Gut Frohberg zwischen Meißen und Nossen. Bei dem zweitägigen 3. Sächsischen Waldpädagogik-Forum werden Netzwerke für die vielen regional aktiven Akteure in der Waldpädagogik und Umweltbildung geschaffen. Die Themen werden beherrscht vom allgegenwärtigen Klimawandel, der in den sächsischen Wäldern deutlich sichtbar wird. Wie können interaktive Methoden verstärkt genutzt werden, um Menschen für die Bedeutung und Schutz des Waldes als komplexes Ökosystem zu sensibilisieren? Wie können Pflanzaktionen im Wald im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zielgruppengerecht durchgeführt werden?

Forstminister Günther: »Waldumbau im Landkreis Görlitz gemeinsam voranbringen«

Sachsens Forstminister Wolfram Günther und der Görlitzer Landrat Dr. Stephan Meyer haben sich am Montag (19.9.) gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von unterer Forstbehörde sowie mit privaten und körperschaftlichen Waldbesitzenden der Region zu Borkenkäferschäden und Wiederbewaldung im Lausitzer Bergland ausgetauscht. Bei dem Termin am Bieleboh standen die Unterstützung bei Schadensbekämpfung und Waldumbau durch den Freistaat sowie die Vorteile von Zusammenschlüssen von Waldbesitzenden im Mittelpunkt.

Deutsche Waldtage 2022: Biologische Vielfalt erleben!

(Bio-)diverse Veranstaltungen in Sachsens Wäldern an diesem Wochenende

Am Freitag (16. September) starten bundesweit die Deutschen Waldtage 2022. Auch Sachsenforst und andere Waldbesitzende, Forstleute und Vereine aus Sachsen sind mit unterschiedlichen Veranstaltungen für Waldinteressierte dabei. In diesem Jahr liegt der thematische Fokus insbesondere auf der biologischen Vielfalt, auch Biodiversität genannt. Bis zum Sonntag bieten die Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit zum direkten Austausch mit Forstleuten. Wie geht es dem Wald? Was kann jede und jeder tun, um die Biodiversität zu erhalten und zu fördern?

Wiederbewaldung, Biodiversität und Forstpolitik sind Themen beim Tag von Sachsenforst

Der fachliche Austausch mit Mitarbeitenden und Partnern der Landesforstverwaltung wird immer wichtiger

Klimawandel, Trockenheit, Stürme und Schädlingsbefall, aber auch Rohstoffbedarf und Saatgutverfügbarkeit stellen nicht nur den Wald, sondern auch Forstleute und die Forstwissenschaft vor immer neue Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, die eigenen Methoden und Möglichkeiten auf offener Bühne zu diskutieren und neue Ansätze vorzustellen. Das ist das Anliegen des heute (12. September) in Pillnitz stattfindenden Fachkolloquiums »Tag von Sachsenforst«, der nach zweijähriger, Corona-bedingter Pause bereits zum 13. Mal stattfindet. Thematisch dreht sich in diesem Jahr alles um die Wiederwaldung der vielen Kahlflächen in den sächsischen Wäldern.

Umweltminister Wolfram Günther: »Der Wald erneuert sich. Das gibt Hoffnung.«

Günther informiert sich im Nationalpark Sächsische Schweiz über den Zustand der vom Waldbrand betroffenen Flächen

Umweltminister Wolfram Günther hat am Montag (5.9.) einen Teil der fünf Brandherde in Grenznähe im Nationalpark Sächsische Schweiz besichtigt. Gemeinsam mit Ulf Zimmermann, dem Leiter der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz, und Landesforstpräsident Utz Hempfling machte sich Günther rings um den Großen Winterberg (Bereich Katzenstein, Friensteingebiet) erneut ein Bild von den Brandschäden sowie von der bereits wieder eingesetzten Dynamik der Natur. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung und auch darüber hinaus von Sachsenforst nahmen am Termin teil und berichteten Staatsminister Günther von ersten Erkenntnissen seit Ende der Brände.

Sachsenforst treibt Vernässung von Waldmooren voran

Bundesfachtagung berät über Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für die Wiederbelebung von Mooren

Moore sind nicht nur geheimnisvolle und artenreiche Lebensräume, ihnen kommt vor dem Hintergrund zunehmender Trockenheit auch in sächsischen Wäldern eine besondere Bedeutung zu. Das zeigte sich auch bei einer Bundesfachtagung zur »Wiedervernässung von Waldmooren«, zu der Sachsenforst Experten aus dem gesamten Bundesgebiet nach Breitenbrunn eingeladen hatte.

Trockenheit und Hitze schwächen Wälder und stärken Borkenkäfer

Sprunghafte Zunahme des Befalls ist in den kommenden Wochen möglich

Sachsenforst erwartet in den kommenden Wochen eine deutliche Zunahme des Befalls in den sächsischen Wäldern durch Borkenkäfer. Die Trockenheit und teils extreme Dürre in den Waldböden haben die Abwehrkräfte der ohnehin schon vorgeschädigten Waldbäume weiter herabgesetzt. Andererseits können sich Borkenkäfer bei Temperaturen um 30°C optimal entwickeln. Bis in Höhen von 600 Metern wird deshalb wie schon 2018 die Entwicklung einer dritten Generation des Buchdruckers, der gefährlichsten Borkenkäferart in Sachsen, erwartet. Dadurch könnten die Waldschäden sprunghaft ansteigen.

Nach dem Feuer – Schlussfolgerungen für den Nationalpark und die Region

Sachsens Kabinett hat sich am Dienstag (23.8.) eingehend mit dem Brand im Nationalpark Sächsische Schweiz befasst. Im Ergebnis wird das Brandgeschehen unter Einbeziehung u.a. von Wissenschaftlern ausgewertet. Dabei geht es auch um die Frage, in wie weit Brandverläufe in dem Schutzgebiet durch Totholz beeinflusst wurden und ob es signifikante Unterschiede zu Bränden im bewirtschafteten Wald gibt. Zudem wird das Umweltministerium gemeinsam mit Brand- und Katastrophenschutzbehörden und in Abstimmung mit der Entwicklungskommission des Landkreises ein Waldbrandschutzkonzept erstellen. Dabei werden vor allem die vorgenannte Auswertung, der Schutzstatus und natürliche Gegebenheiten berücksichtigt. Des Weiteren werden Innen- und Umweltministerium eine gemeinsame Kommunikationsstrategie zur Aufklärung und steten Information der Bevölkerung über die Gefahren von Waldbränden und zum richtigen Verhalten im Wald zur Vermeidung von Waldbränden erarbeiten.

Waldbrandflächen im Nationalpark werden lückenlos überwacht

Sachsenforst und Bad Schandau vereinbaren Zusammenarbeit

Sachsenforst hat am 19.08.2022 eine Verwaltungsvereinbarung mit der Stadt Bad Schandau zum weiteren Umgang mit den Brandflächen im Nationalpark Sächsische Schweiz unterzeichnet. Nach dem erfolgreichen Verlauf der Löscharbeiten hat das Landratsamt den Katastrophenalarm heute aufgehoben. Damit geht die Zuständigkeit für die örtliche Einsatzleitung auf die Stadt Bad Schandau über. Die jetzt notwendige Überwachung der Flächen im Rahmen der Brandnachsorge und Brandwache wird von der Nationalparkverwaltung übernommen, die bei dieser aufwendigen Aufgabe von anderen Teilen von Sachsenforst unterstützt wird. Mit der Brandnachsorge wird gewährleistet, dass noch vorhandene Glutnester nicht erneut aufflammen.

Sachsenforst ist fahrradfreundlicher Arbeitgeber

Standort Graupa erhält ADFC-Zertifikat in Bronze

Als erste Behörde in Sachsen hat Sachsenforst vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) das EU-weite Zertifikat „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ für den Standort in Graupa bei Pirna in Bronze erhalten. Mit dem seit 2017 vergebenen Siegel wird nachgewiesen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Fahrrad für den Arbeitsweg nutzen, gute Rahmenbedingungen vorfinden und damit bei ihrer gesunden und klimafreundlichen Fortbewegung unterstützt werden.

Sachsenforst warnt vor weiterhin akuter Waldbrandgefahr

140 Hektar im Nationalpark Sächsische Schweiz betroffen / Dank an Helfer vor Ort

Utz Hempfling, Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst, dankt allen Helferinnen und Helfern, die bei der Bekämpfung der Waldbrände in der Sächsischen Schweiz im Einsatz sind. Ebenso gilt sein Dank allen Arbeitgebern, die ein großes Verständnis für die Freistellung der Feuerwehrleute aufbringen. »Seit Tagen arbeitet eine Vielzahl an Menschen teilweise bis zur Belastungsgrenze an einem gemeinsamen Ziel: Der Eindämmung des Walbrandes hier im Nationalpark Sächsische Schweiz. Für dieses außerordentliche Engagement möchte ich mich von Herzen bedanken. Es geht um unser aller Wald. Die Gefahr ist noch nicht vorbei«, so Hempfling, der heute (29.07.) vor Ort war und die Situation in Augenschein nahm. Das Landratsamt als Katastrophenschutzbehörde, die Feuerwehren verschiedener Landkreise, das Technische Hilfswerk, der Arbeiter-Samariter-Bund – um nur einige zu nennen – arbeiten Hand in Hand. Auch viele einzelne Bürgerinnen und Bürger haben ihre Hilfe angeboten.

Großes Interesse an Forstwirt-Ausbildung

41 Absolventen erhalten ihre Abschlusszeugnisse

Die sächsischen Wälder sind nicht nur ein beliebter Erholungsort, auch als Arbeitsplatz ist der Wald sehr gefragt. Das zeigt das große Interesse an einer Ausbildung zum Forstwirt / zur Forstwirtin. Auf einen Ausbildungsplatz in Sachsen kamen zuletzt 5,6 Bewerber. Das teilte Sachsenforst anlässlich der Zeugnisübergabe am 22. Juli 2022 an 41 Forstwirtinnen und Forstwirte mit.

Für gesunde Waldböden und stabile Wälder

Bodenschutzkalkung in Sachsens Wäldern gestartet

Von Juli bis Ende Oktober wird in diesem Jahr auf insgesamt 7.230 Hektar stark versauerter Waldböden natürliches Kalkgesteinsmehl per Hubschrauber ausgestreut. Der Kalk neutralisiert Säureeinträge aus Industrieanlagen, welche in Form von saurem Regen die Wälder in Sachsen belastet haben. Die Bodenschutzkalkung wird durch das europäische ELER-Programm gefördert. Im Jahr 2022 werden dafür insgesamt 2,7 Millionen Euro investiert.

Sachsenforst zieht erste Bilanz in der Gohrischheide

Größter Waldbrand in Sachsen seit 1992

Landesforstpräsident Utz Hempfling hat heute (1. Juli) die Brandflächen im Naturschutzgebiet Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain besucht, nachdem das Brandgeschehen sich weitgehend beruhigt hat. Seit Ende der vergangenen Woche haben hier Flammen auf rund 500 Hektar den größten Waldbrand in Sachsen seit 30 Jahren hinterlassen. Auf brandenburgischer Seite kommen weitere Schadflächen hinzu. Dem Großaufgebot an Rettungskräften ist es gelungen, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Aufgrund der bislang nur geringen Regenmengen in der Region geht aber weiterhin Gefahr von Flammenbildung und Glutnestern aus, die rund um die Uhr bewacht werden müssen.

Sonntagnachmittags brennt es am häufigsten

Hohe Waldbrandgefahr an diesem Wochenende

Die erste große Hitzewelle des Jahres treibt auch die Waldbrandgefahr in die Höhe. Hitze, ausbleibender Regen und Wind trocknen die Wälder aus. In allen nördlichen Gebieten von Sachsen wird am Wochenende die höchste Waldbrandgefahrenstufe (sehr hohe Gefahr) erwartet, in den übrigen Teilen eine hohe Gefahr (Stufe 4). Selbst im Erzgebirge wird eine mittlere Waldbrandgefahr prognostiziert, welche bereits zu vorsichtigem Verhalten mahnt. Denn die Langzeitstatistik zeigt: Menschen sind für mindestens zwei Drittel der Waldbrände in Sachsen verantwortlich.

Borkenkäferflug in vollem Gange: Deutliche Ausdehnung der Waldschäden und höherer Aufwand erwartet

Infolge des frühsommerlichen Wetters hat sich der Borkenkäferbefall in Sachsens Wäldern deutlich ausgeweitet. Nach aktuellen Erfassungen der Forstleute reicht der Käferbefall des Buchdruckers als gefährlichster Käferart inzwischen bis in die höheren, bislang weniger betroffenen Lagen des Erzgebirges aus. Der Schwarmflug der Käfer hat gegenüber dem Vorjahr mindestens eine Woche früher begonnen, so dass in größerem Umfang als bisher die Entstehung einer dritten Generation und eine deutliche Ausweitung von Waldschäden befürchtet werden.

Raus in den Wald! Minister Günther und Piwarz eröffnen Waldjugendspiele Sachsen 2022

Forstminister Wolfram Günther und Kultusminister Christian Piwarz haben am Freitag (3.6.) im Walderlebnisgarten Eich (Forstbezirk Plauen) die 23. sächsischen Waldjugendspiele eröffnet. An der Auftaktveranstaltung nahmen rund 90 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Hartmannsdorf, Weischlitz und Burgstein sowie der Förderschule Mosel (Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung) teil. An einem speziell angelegten Rundweg mit acht Stationen konnten sie in einem unkomplizierten Wettbewerb ihr Können und Wissen zum Wald, seinen Tieren und Pflanzen sowie zur integrativen naturgemäßen Waldbewirtschaftung testen. Im Anschluss wurden die besten Teams gekürt.

Sanierung des »Grünen Grabens« geht in finale Phase

Historisches Bergbaudenkmal leistet wirksamen Beitrag zum Weltkulturerbe

Die Bauarbeiten zur Restaurierung des »Grünen Grabens« und des uferseitigen Wanderweges oberhalb der Schwarzen Pockau bei Marienberg werden fortgesetzt. Mit der Vorbereitung des vierten, letzten und aufwändigsten Bauabschnittes wird jetzt das historische Bergbaudenkmal vom Wassertretbecken am Katzenstein bei Pobershau entgegen der Fließrichtung bis zum »Kaffee-Kurt« saniert. Der Abschluss des Projektes ist im Herbst 2023 geplant. Insgesamt investiert der Freistaat in der Region rund 2,9 Mio. Euro.

Borkenkäfer verlassen Winterquartiere

Wälder in Sachsen stehen vor weiterem angespannten Jahr

Mit den steigenden Temperaturen werden in den kommenden Wochen wieder Milliarden Borkenkäfer in den sächsischen Wäldern ihre Winterquartiere verlassen. Die Käfer sind auf der Suche nach Bäumen, unter deren Rinde sie sich vermehren können. Die Bäume sterben infolge eines intensiven Befalls ab. Um die Vermehrung der Borkenkäfer einzugrenzen, müssen Waldbesitzende ihre Wälder, auch die durch die Winterstürme geworfenen und gebrochenen Bäume, aufmerksam auf Borkenkäferbefall kontrollieren und, falls nötig, rasche Gegenmaßnahmen einleiten.

Neues Staatswald-Revier im Forstbezirk Chemnitz

Trend zu kleineren Revieren bei Sachsenforst wird fortgesetzt

Zum 1. April 2022 übernimmt Alexander Wagner die Leitung des mit Jahresbeginn zusätzlich eingerichteten Staatswald-Revieres Einsiedel im Forstbezirk Chemnitz. Der gebürtige Zschopauer ist nun für die Bewirtschaftung von rund 1.280 Hektar sächsischem Landeswald südöstlich von Chemnitz zwischen dem Sternmühlental und Kemtau zuständig. Bereits 2018 wurden in den Forstbezirken im Erzgebirge und Vogtland im Zusammenhang mit einer Erhöhung der planmäßigen Holznutzungsmengen insgesamt elf neue Staatswald-Reviere geschaffen. Damit wird der Staatswald in Sachsen ab sofort in 119 Revieren bewirtschaftet.

Fast fünf Millionen Bäume für den Waldumbau

Sachsenforst pflanzt 34 verschiedene Baumarten für einen gesunden Staatswald

Rund 4,9 Millionen Bäume will Sachsenforst 2022 im sächsischen Staatswald pflanzen, der rund 39 % der Waldfläche in Sachsen ausmacht. Für die Wälder von morgen werden 34 verschiedene Baum- und Straucharten in die Erde gebracht, vor allem Rot-Buchen (ca. 25 %) und Eichen-Arten (ca. 30 %), aber auch die zukunftsträchtige Weiß-Tanne (rund 18 %). Naturverjüngung und Saat ergänzen die Anstrengungen von Sachsenforst, die durch den Klimawandel stark geschädigten Staatswälder wieder zu bewalden und den notwendigen Waldumbau voranzubringen. Dafür investiert der Freistaat Sachsen in diesem Jahr rund 14 Millionen Euro. Geht es nach den Forstleuten, würden noch mehr Bäume in den Waldboden kommen. Die begrenzte Verfügbarkeit von geeigneten Pflanzen bremst aber ihre Ambitionen.

Gemeinsam für den Wald

Mitmach-Aktionen für Freiwillige in Sachsen

Mit dem »Internationalen Tag des Waldes« am 21. März starten wieder viele Mitmach-Aktionen in den sächsischen Wäldern. Sachsenforst und andere Waldbesitzende bieten Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der bundesweiten Aktion »Gemeinsam für den Wald« die Möglichkeit, sich aktiv für den Wald einzusetzen. Einen Schwerpunkt der Mitmach-Aktionen bilden jetzt die Frühjahrspflanzungen. Aber auch für den Herbst gibt es schon die ersten Anmeldungen.

Waldbrandsaison 2022 startet am 1. März

Ab dem 1. März informieren Sachsenforst und der Deutsche Wetterdienst wieder tagaktuell über die örtliche Waldbrandgefahr in Sachsen. Bis zum Oktober wird die Waldbrandgefahr für 31 sächsische Vorhersageregionen in fünf Gefahrenstufen berechnet und täglich bekanntgegeben. In den Regionen des sächsischen Tieflandes, die aufgrund der sandigen Böden und geringeren Niederschläge besonders durch Waldbrände gefährdet sind, startet parallel die kameragestützte Waldbrandüberwachung durch die Landkreise.

Sachsenforst warnt vor dem Betreten der Wälder

Auswirkungen der Orkantiefs „Ylenia“ und „Zeynep“ auf den sächsischen Wald derzeit unklar

Heute (17. Februar 2022) fegt Orkantief Ylenia mit orkanartigen Böen über Sachsen hinweg. Für Freitagabend und in der Nacht zu Samstag ist bereits das nächste Orkantief Zeynep angekündigt.

Forstminister Günther: »Neu aufgestellte Waldförderung wird breit angenommen«

Förderung beschleunigt Waldumbau und Klimawandelanpassung der Wälder

Seit September 2020 hat der Staatsbetrieb Sachsenforst im Rahmen der Förderrichtlinie Wald und Forstwirtschaft 486 Vorhaben mit einem Volumen von rund 4,8 Millionen Euro bewilligt. Etwa 80 Prozent der Mittel kommen Vorhaben im Privatwald zugute und 20 Prozent Vorhaben im Körperschaftswald. Ein Drittel der Vorhaben mit einem Volumen von insgesamt rund einer Million Euro wurde Antragstellerinnen und Antragstellern mit Kleinwaldbesitz unter zehn Hektar bewilligt. Für 204 Vorhaben wurden bereits rund 1,6 Millionen Euro ausgezahlt.

Wert(holz)schöpfung mit eingebautem Klimaschutz

23. Säge- und Wertholzsubmission mit hervorragender Bilanz

Starker Klimaschützer aus regionaler Produktion: Heute (20. Januar) haben 688 besonders wertvolle Holzstämme aus Sachsen in der Dresdner Heide bei der 23. Säge- und Wertholzsubmission von Sachsenforst den Besitzenden gewechselt. Die beeindruckenden Exemplare stammen von 82 unterschiedlichen Waldbesitzenden aus privaten, kommunalen, kirchlichen oder staatlichen Forstbetrieben. Die erzielten Einnahmen in Höhe von 439.246 Euro sind für sie eine wichtige Unterstützung bei der Bewältigung der Waldschäden und der Wiederbewaldung. Was den Waldbesitzenden hilft, schützt auch das Klima: Die teuren Stämme werden zu hochwertigen und landjährigen Holzprodukten wie Furnier, Möbeln, Fußböden oder Instrumenten verarbeitet.

Grenzübergreifende Zusammenarbeit der Nationalparks sichert Fortbestand der Kahnfahrt Obere Schleuse

Helikoptereinsatz zum Abtransport von Schadholz

Seit dieser Woche laufen die aufwändigen Holztransportarbeiten aus der Kirnitzschklamm per Helikopter. Dabei werden rund 300 durch Borkenkäferbefall geschädigte und gefällte Fichten beseitigt. Die Arbeiten schließen an die bereits im Herbst 2021 durchgeführten Maßnahmen auf tschechischer Seite an und sichern den Betrieb der Kahnfahrt Obere Schleuse. Die Kirnitzsch ist in diesem Teil des Nationalparks Grenzfluss zur Tschechischen Republik.

Kreative Kinder blicken auf die Zukunft des Waldes

Ergebnisse des grünen Kreativwettbewerbs beeindrucken

Die sächsischen Wälder sind im Wandel. Der Waldumbau und die Waldschäden verändern die Waldbilder nachhaltig. In welche Richtung? Schülerinnen und Schüler aus Sachsen haben da ganz klare Vorstellungen. Im Rahmen eines Kreativwettbewerbs von Sachsenforst und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) waren Schulklassen aus Sachsen aufgerufen, sich mit dem Wald der Zukunft auseinanderzusetzen.

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