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WALDGesellschaft

69. Forstvereinstagung 2019 in Dresden

Logo der Forstvereinstagung mit schwarzer Stadtsilhouette auf gelben Grund

Vom 8. bis 12. Mai 2018 findet die Tagung des Deutschen Forstvereins e.V. im Deutschen Hygiene Museum Dresden statt. Sachsenforst unterstützt diese Veranstaltung organisatorisch mit einem Tagungsteam und inhaltlich mit zahlreichen Beiträgen und Exkursionen.

Unter dem Tagungsmotto »WALDGesellschaft« wird der Fokus auf die vielfältigen Bedeutungen des Waldes für das Leben der Menschen gerichtet. Welche Auswirkungen haben globale Trends wie Urbanisierung, Klimawandel und demografischer Wandel auf die Forstwirtschaft? Wie können die vielfältigen Ansprüche einer modernen Gesellschaft an den Wald realisiert werden? Denkanstöße möchte die 69. Forstvereinstagung geben. Zu der größten bundesdeutschen Forstfachtagung werden über 1.000 Teilnehmer aus öffentlichen und privaten Forstverwaltungen, Vertretern der Wissenschaft und Forstpolitik, der Holz- und Forstwirtschaft sowie des Naturschutz und des Verbandswesens erwartet.

Elbpanorama der Landeshauptstadt Dresden  © Foto: Anja Osenberg
Blick auf die Orgel
Original Silbermann-Orgel in der katholischen Hofkirche  © Foto: Timo Sack

Nach der Mitgliederversammlung des Deutschen Forstvereins e.V. am 8. Mai 2019 wird die Tagung am 9. Mai 2019 durch ein Impulsreferat von Prof. Dr. Claudia Neu (Georg-August-Universität Göttingen – Lehrstuhl »Soziologie ländlicher Räume«) eröffnet. In diesem Eröffnungsseminar wird der Frage nachgegangen, welche Verantwortung Forstwirtschaft in der Entwicklung und Gestaltung des ländlichen Raumes trägt. Im anschließenden Podiumsgespräch wird diese Frage weiter vertieft, unter anderem mit dem Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt.

In den fünf anschließenden Seminarreihen können die Teilnehmer sich über aktuelle Fragestellungen rund um die Waldbewirtschaftung informieren und mit vielen Fachexperten und Wissenschaftlern  ins Gespräch kommen. Folgende Themenschwerpunkte werden dabei in den Seminarreihen gesetzt:

  • die Auswirkungen und der Umgang mit den Waldschäden der Jahre 2017/18,
  • die Rolle der Forstwirtschaft als Innovationsträger und wichtiger Akteur im ländlichen Raum,
  • die Erwartung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen an den Wald und
  • aktuelle Fragestellung der Forstpolitik in Europa.

In 58 Halb-, Ganz- und Zweitagesexkursionen in ganz Sachsen sowie in Tschechien und Polen können die in den Seminaren angesprochenen Themen praxisnah vertieft werden. Mit über 100 beteiligten Institutionen und Verbänden, Betrieben und öffentlichen Verwaltungen bieten die Exkursionen einmalige Einblicke in die aktuellen Herausforderungen der Waldbewirtschaftung.

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(© Foto: FlyPixx)

Herausforderung »Klimawandel«: Stürme verursachen zunehmend schwere Schäden am Wald und gefährden die wichtigen Gemeinwohlleistungen der Wälder für die Gesellschaft. Das Bild zeigt einen flächigen Sturmwurf im Zellwald nach Sturmtief »Herwart« im Oktober 2017.

Blick von oben auf zahlreiche umgeworfene Bäume
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(© Foto: Felix Moczia)

Herausforderung »Borkenkäfer«: Im Zuge der erheblichen Schadholzmengen durch Stürme und der Folgen des vergangenen Dürre-Sommers fanden Borkenkäfer beste Bedingungen, sich massenhaft zu vermehren.

Borkenkäfer und deren Eier auf einem Baumstamm
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(© Foto: Marcel Thomae)

Herausforderung »Sturmholzaufarbeitung und Technikeinsatz«: Der Einsatz von moderner Vollerntetechnik im Wald steht nicht selten gesellschaftlich in der Kritik, insbesondere bei Erholungssuchenden. Jedoch lassen sich die aktuellen massiven Waldschäden nicht anderweitig zügig und sicher beseitigen. Aufgrund der flächigen Schadereignisse im gesamten Bundesgebiet Deutschlands wird es zunehmend schwieriger, Forstunternehmer für die Schadensbeseitigung zu gewinnen, da ihre Auftragsbücher voll sind.

Harvester beim Entasten eines gefällten Baumes
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(© Foto: Felix Moczia)

Herausforderung »hohe Schalenwildbestände«: Überhöhte Schalenwildbestände, insbesondere von Reh und Hirsch, gefährden eine nachhaltige Entwicklung der Waldverjüngung. Insbesondere in Zeiten des Klimawandels mit flächenhaften Waldschäden können überhöhte Schalenwildbestände die notwendigen Maßnahmen, Waldbestände durch natürliche Verjüngung und Pflanzungen zu stabilisieren, gefährden.

Ein Stück weibliches Rotwild auf einer Lichtung
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(© Foto: Trailcenter Rabenberg)

Herausforderung »zunehmende Freizeitnutzung im Wald«: Der Wald wird zunehmend für die Freizeitgestaltung genutzt. Insbesondere Trendsportarten wie Mountainbiking erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Forstleute sorgen für den Ausgleich zwischen den Interessen der Waldnutzer und der Erhaltung des Waldes und seiner Gemeinwohlleistungen.

Mountainbiker im Wald

Die Tagung in Dresden wird – ganz getreu dem Motto – verstärkt auch für Personen, die nicht an der Tagung direkt teilnehmen, vielfältige Angebote für die interessierte Waldgesellschaft bereithalten. Neben einem Science-Slam zum Thema »Wald.Mensch.Gesellschaft« am 9. Mai 2019 in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden wird am 10. Mai der ökumenische Dankgottesdienst in der Hofkirche und die »Förster-Party« im Bärenzwinger Dresden allen Waldfreunden offen stehen.

Für die Bürger und Gäste der Stadt Dresden wird Sachsenforst anlässlich der Tagung auf dem Dresdner Neumarkt vom 10. bis 12. Mai vor historischer Kulisse einen Waldmarkt ausrichten.

Alle Informationen rund um die Tagung sind auf der Internetseite www.dresden2019.de zusammengestellt. Die Anmeldung zur Tagung ist dort, auch für Personen, die nicht Mitglieder des Forstvereins sind, ab sofort möglich. Bei Fragen zur Anmeldung oder zum Programm hilft Ihnen das Tagungsteam.

Die 69. Forstvereinstagung wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie den Freistaat Sachsen, vertreten durch das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), unterstützt.
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