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Brennholz

Holzpolter mit Brennholz im Wald. © Foto: R. Böttger, Sachsenforst

Brennholz für den eigenen Kamin oder den Holzvergaser vermarkten die regional zuständigen Forstbezirke in Sachsen. Sie können mit entsprechender Ausbildung auch selbst Ihr Holz im Wald machen oder bereits gefälltes Holz kaufen.

Die Holzpolter befinden sich an gut befahrbaren Waldwegen. Es handelt sich meistens um sogenanntes Industrieholz mit einer Standardlänge von 2 m. Die einzelnen Stämme haben einen Durchmesser von etwa ca. 10 cm bis zu 50 cm. Das traditionelle Verkaufsmaß ist der Raummeter m³(rm) (Breite x durchschnittliche Höhe x Tiefe des Holzstapels). Dieses Poltermaß enthält auch die Holzzwischenräume. Bei der Preisbildung im Raummaß sind diese Zwischenräume bereits berücksichtigt.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei einem der 12 Forstbezirke oder in den Schutzgebietsverwaltungen von Sachsenforst. Dort können Sie gezielt nach dem Revierförster fragen, der für den Wald in Ihrer Nähe zuständig ist.

Bild eines Brennholzpolters mit  großen und kleinen Stammdurchmessern.
Große und kleine Stammdurchmesser in einem Brennholzpolter.  © Foto: R. Böttger

Wenn Sie selbst Holz im Wald machen wollen, müssen Sie zuvor einen Lehrgang für den Umgang mit der Motorsäge absolviert haben. Private Unternehmen oder Sachsenforst bieten dazu Lehrgänge an. Das Lehrgangsangebot bei Sachsenforst umfasst Zwei- und Fünf-Tages-Lehrgänge.

Im Zwei-Tages-Lehrgang lernen Sie, wie Sie schon gefälltes, schwächeres Holz bearbeiten oder wie Sie kleinere Bäume bis zu einem Durchmesser von 20 cm selbst fällen können. Der Fünf-Tage-Lehrgang ist der sogenannte Grundlehrgang Motorsäge, mit dem Sie dann Bäume ohne Durchmesserbeschränkung fällen und aufarbeiten können. Nähere Informationen finden Sie hier.

Um selbst Holz schlagen zu können, brauchen Sie auch die entsprechende Schutzausrüstung (Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhwerk mit Schnittschutzeinlage, Helmkombination mit Gesichts- und Gehörschutz sowie Arbeitshandschuhe) und einen Helfer. Die gefährlichen Holzschneidarbeiten mit der Motorsäge dürfen nicht allein durchgeführt werden. Im Notfall muss immer eine zweite Person vor Ort sein, die helfen oder Hilfe herbeirufen kann. Zudem dürfen im Landeswald nur Motorsägen benutzt werden, die mit Sonderkraftstoff und biologisch abbaubarem Kettenöl betrieben werden.

Der Heizwert des Holzes wird maßgeblich von dessen Wassergehalt beeinflusst. Hohe Holzfeuchtigkeit führt zu unvollständigem Abbrand und vermindert die Verbrennungstemperatur. Das kann die Bildung von hohen Kohlenmonoxid-Emissionen und Kohlenwasserstoffen zur Folge haben.

  • Heizen Sie deshalb ausschließlich mit lufttrockenem Holz (Holzfeuchte ca. 20 %).
  • Holz soll vor dem Heizen zwei bis drei Jahre gelagert werden. Die Lagerung soll luftig und vor Feuchtigkeit geschützt erfolgen. Weil Holz am besten an der frischen Luft trocknet, ist die Lagerung unter einem vorgezogenen Dach genauso möglich wie in einem offenen Holzschuppen. In jedem Fall soll Holz auf einer Unterlage gestapelt werden.
  • Lagern Sie waldfrisches Holz nie im Keller oder direkt an der Hauswand.
  • Spalten Sie Holz sofort nach dem Einschlag. Es spaltet sich dann einfacher und kann besser austrocknen. Schlagen Sie das Holz vorzugsweise im Winter, dann trocknet es schneller.
  • Decken Sie das Holz niemals vollständig mit Plastikplanen ab, weil die Luft sonst nicht zirkulieren kann.

Ihr Schornsteinfegermeister berät Sie zum Einsatz von Brennholz in Ihrer Heizung oder Ihrem Kamin.

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