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Aktuelles

Meister Grimbart zieht ins Wildgehege Moritzburg

Zwei Dachse im Schnee
© Jana Mothes

Wieder einmal darf sich das Wildgehege Moritzburg über neue Bewohner freuen. In diesen Tagen sind zwei Dachse eingezogen und halten die Mitarbeiter schon ganz schön auf Trab.

Die beiden Brüder heißen Hans und Jürgen und sind ca. zehn Monate alt. Die für ihre Aufzucht zuständigen Tierpfleger aus der Wildtieraufzuchtstation Lüneburger Heide brachten die beiden persönlich in den ältesten sächsischen Tierpark. Auch wenn der Abschied natürlich immer ein bisschen schmerzt, zeigten sich die beiden optimistisch, dass sich ihre ehemaligen Schützlinge in ihrem neuen, schönen Gehege sehr wohl fühlen werden.

Im März des letzten Jahres wurde bei Baggerarbeiten versehentlich der Dachsbau mit den beiden Welpen ausgehoben. Daraufhin wurden die beiden frischgeborenen Dachsbrüder in der Aufzuchtstation für Wildtiere in der Lüneburger Heide untergebracht und dort mit der Hand und viel Zuwendung und Pflege aufgezogen. Daher sind die beiden Dachse auch sehr menschenbezogen. Nun ein knappes Jahr später waren sie bereit, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

Die Tierpfleger des Wildgeheges Moritzburg freuen sich sehr über den Neuzugang, auch wenn es gleich zu Beginn einige Hürden zu meistern galt. Hans und Jürgen übernahmen umgehend das Kommando in ihrem neuen Zuhause. Ihre ersten Tage verbrachten sie damit, viel zu graben und ihre neue Heimat sowohl ober- als auch unterirdisch zu erkunden. Vorausschauend wurde ihr neues Gehege mit einem Untergrabschutz ausgestattet.

Europäische Dachse (Meles meles) sind heimische Wildtiere, die als Raubtiere zur Familie der Marder gehören. Sie legen ihre häufig umfangreichen Baue gern an Hängen in offenen Wald- oder Feldlandschaften an. Der Allesfresser ernährt sich von Würmern, Insekten und Kleinsäugern, aber auch Feldfrüchte und Beeren werden gefressen. Obwohl der Dachs ein sehr wehrhaftes Tier ist, teilt er seine Behausungen oft mit Füchsen und anderen Wildtieren. In der Natur ist der Dachs nachtaktiv.

Winterruhe im Wildgehege Moritzburg

Ein Wolf liegt zwischen zwei Bäumen.
© Foto: DNN

Bis Ende Februar hat das Wildgehege nur am Wochenende, an Feiertagen und in den Ferien von 09:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

Seht dazu einen Kurzfilm von Jochen Leimert, Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten.

Wildschweine zurück im Wildgehege Moritzburg

Drei Wildschweine im Wildgehege
© Foto: Jana Mothes

Es grunzt wieder im Wildgehege! Am 16. Januar 2025 bezog eine kleine Rotte Wildschweine ihr Gehege im ältesten Wildpark Sachsens. Die Gruppe weiblicher Tiere kommt aus dem Tierpark Thale in Sachsen-Anhalt, alle fühlten sich von Anfang an wohl und erkundeten sofort ihr neues Zuhause.

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Landkreis Meißen im Jahr 2021 wurde dem Wildgehege Moritzburg seitens der Veterinärbehörden die Haltungsgenehmigung für Wild- und Hausschweine entzogen. Auf diese Weise sollte die weitere Verbreitung der höchst ansteckenden Erkrankung vermieden werden. Nun jedoch sind seit längerem keine Fälle mehr im Landkreis aufgetreten und somit erhielt das Wildgehege die Haltungsgenehmigung zurück.

Update:

Mittlerweile hat die Wildschweinrotte im Wildgehege Zuwachs durch zwei Keiler erhalten, die aus dem Tierpark Merseburg übersiedelten und später mal für Nachwuchs sorgen sollen. Noch können sie aber ihre Angebeteten nur aus der Ferne betrachten, denn sie leben im Nachbargehege der Wildschweindamen. Die Keiler sind etwas zu jung und noch nicht kräftig genug, um es mit den selbstbewussten Damen aufnehmen zu können. Aber sie werden gut versorgt, gepflegt und werden so sicherlich schnell zu stattlichen Wildschweinen heranwachsen.

Porträt der beiden Minischweine
© Foto: Jana Mothes

Auch das bisher für Federvieh genutzte Gehege der Minischweine ist wiederbesetzt. Die beiden Grunzer Trüffel und Knolle sind äußerst beliebt bei den Besuchern des Wildparks, denn sie sind sehr menschenbezogen und zutraulich.

Wildgehege Moritzburg züchtet eine der seltensten Hirscharten Mitteleuropas

Das Wild triit aus dem Transportfahrzeug.
Blesshirsche bei ihrer Ankunft im Wildgehege Moritzburg  © Foto: Jana Mothes

Im Wildgehege Moritzburg sind Blesshirsche eingezogen. Es handelt sich dabei um eine Farbvariation der Rothirsche, deren Name sich von der Blesse auf der Stirn der Tiere ableitet. Diese Wildart ist vom Aussterben bedroht und extrem selten. Lediglich im Wildpark Eekholt in Schleswig-Holstein gibt es noch ein kleines Rudel. Genau von da kommen auch die Tiere, die zukünftig im Wildgehege Moritzburg leben und sich fortpflanzen sollen.

Blesshirsche wurden bereits Mitte des 18. Jahrhunderts in der Fachliteratur erwähnt. Freilebende Rudel soll es in Böhmen und im Harz gegeben haben. In Sachsen, speziell in Moritzburg, gibt es auch einen historischen Bezug, denn Blesswild wurde wohl auf Streckenlisten der kurfürstlichen Jagdgesellschaften gefunden. Um diese majestätischen Tiere vor dem Aussterben zu bewahren, beteiligt sich das Wildgehege Moritzburg nun an der Erhaltungszucht dieser Art und hofft auf gute Erfolge.

Die Hirsche können im Januar und Februar immer an den Wochenenden und in den sächsischen Ferien von 9 bis 16 Uhr und ab März wieder täglich von 9 bis 18 Uhr im Wildgehege Moritzburg besucht werden.

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