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Dachs

Der Dachs - der bodenbewohnende Marder

Vorderansicht eines Dachses im Wald
© Foto: Canva

Auch wenn der Dachs auf den ersten Blick nicht wie ein typischer Marder wirkt, gehört er zur Familie der Marder - einer Gruppe geschickter Raubtiere, zu der auch Baummarder, Fischotter und Iltis zählen. Während viele seiner Verwandten klettern, springen oder schwimmen, hat sich der Dachs auf das Leben unter der Erde spezialisiert.

Lateinischer Name:  Meles meles
Farbe: silber/grau mit schwarz-weißem Gesicht
Besonderes Merkmal: schwarz-weiße Gesichtsfärbung
Größe: 40 cm
Länge: 80 cm
Gewicht: 5 bis 20 kg
Nahrung: Beeren, Insekten, Schnecken, Obst, Würmer, Sämereien, kleine Säugetiere
Feinde: Wolf, Luchs, Braunbär, Adler, Eule
Lebenserwartung: 10 bis 15 Jahre
Tragzeit: Variabel mit Eiruhe (Die Eiruhe ist eine Monate lange Unterbrechung der Embryoentwicklung. Hierdurch wird die Tragzeit einiger Wildarten verlängert, damit die Aufzucht der Jungtiere in den klimatisch günstigeren Frühling fällt.)
Anzahl Jungtiere: meist 2 bis 3, selten 1 bis 5
Männliches Tier: Rüde
Weibliches Tier Fähe
Jungtier: Welpe
Wo anzutreffen: Feuchtgebiete, Laub- und Mischwälder, Heckenlandschaften
Verbreitung: Europa, Teile Kleinasiens (ausgenommen Skandinavien und Mittelmeerinseln)
Weltkarte mit farblich markiertem Verbreitungsgebiet des Dachses.
Verbreitung des Dachses 

Der Tunnelbaumeister des Waldes

Wo andere Tiere sich mit einfachen Höhlen zufriedengeben, gräbt der Dachs mit echter Präzession. Seine kräftigen Vorderpfoten, ausgestattet mit langen Krallen, arbeiten sich durch die Erde wie kleine Bagger. Doch sein Bau ist keine gewöhnliche Höhle – es ist ein ausgeklügeltes unterirdisches System mit mehreren Eingängen, gemütlichen Schlafkammern und Fluchttunneln. Über viele Generationen hinweg wächst sein Reich weiter, bis es eine richtige Dachsburg wird.

Wusstest du, dass er seine Bauten manchmal mit Füchsen oder Kaninchen teilt?

Nachtschwärmer zwischen Regenwürmern und Fallobst

Tagsüber siehst du ihn kaum, denn Dachse lieben die Dunkelheit und sind echte Nachtaktive. Während andere schlafen, streift der durch Wälder und Wiesen, immer auf der Suche nach einem Snack. Und wählerisch ist er dabei nicht: Würmer, Insekten, Früchte, kleine Säugetiere – auf seiner Speisekarte steht fast alles, was nicht wegrennt.

Warm eingepackt für jede Wetterlage

Ein zusätzlicher Speckmantel? Nicht nötig! Sein dichtes Fell schützt ihn zuverlässig vor Wind und Kälte. Selbst widrige Bedingungen halten ihn nicht davon ab, seine nächtlichen Streifzüge fortzusetzten. Mit seiner markanten Gesichtszeichnung sieht er aus, als käme er direkt aus einem Comic – aber täusch dich nicht, der Dachs ist kein harmloses Kuscheltier. Sein robustes Äußeres macht ihn nicht zum einfachen Gegner – wenn er sich bedroht fühlt, kann er kräftig zubeißen.

Ein stiller Überlebenskünstler

Der Dachs bleibt meist verborgen, doch seine Spuren verraten ihn: frische Erdaufschüttungen, kleine Pfotenabdrücke und gelegentlich neugierige Blicke aus dem Bau. Der Straßenverkehr und schwindende Lebensräume setzen ihm zu, doch er passt sich an und bleibt heimlicher Bewohner des Waldes.

Ein geschickter Gräber, ein vorsichtiger Einzelgänger und ein treuer Waldbewohner -  der Dachs zeigt, dass wahre Akrobaten nicht nur in den Baumwipfeln leben!

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